VULVA- UND VAGINALKREBS
Vulva- und Vaginalkrebs sind seltene Tumoren des weiblichen Genitalsystems und treten überwiegend bei älteren Frauen auf. Die äußeren Genitalien können einzeln oder multifokal betroffen sein. Auch Harnwege oder Darm können involviert werden.
Bei den Patientinnen können Beschwerden wie Knoten an den äußeren Schamlippen, Juckreiz oder Blutungen aufgrund von Gewebeschädigungen auftreten. Sekundär kann bei Beteiligung der Harn- oder Darmwege Harnverhalt, Hämaturie, Schmerzen oder Blutungen im Bereich des Enddarms auftreten. Vulvakrebs kann auf die Lymphknoten der Leistengegend metastasieren. Ein Teil der
Vulvakrebsfälle entsteht durch HPV-Infektionen, während andere unabhängig von HPV auf Hauterkrankungen zurückzuführen sind.
Zur Diagnostik wird bei sichtbaren Tumoren eine direkte Biopsie der Vulvallesion entnommen. Bei Patientinnen mit Juckreiz, aber ohne sichtbaren Tumor, erfolgt eine Kolposkopie der Vulva, wobei verdächtige Areale biopsiert werden. Nach Bestätigung der Diagnose sollten mittels bildgebender Verfahren mögliche Fernmetastasen untersucht werden. Bei lokal begrenzter Erkrankung wird eine chirurgische Therapie empfohlen. Abhängig vom pathologischen Befund können zusätzlich Radiotherapie und Chemotherapie durchgeführt werden. Patientinnen mit fortgeschrittener Erkrankung erhalten primär eine kombinierte Radio- und Chemotherapie.




